"Third Paradise" project.
"The Third Paradise is the merging of the first and the second paradise. The first is the paradise in which life on earth is totally governed by nature. The second is the artificial paradise that, with exponential progression, pollutes, corrupts and corrodes the natural world giving birth to irreversible processes of extinction. This paradise is made up of artificial needs, artificial products, artificial commodities, artificial pleasures and every other form of artifice. The Third Paradise is the new myth that leads everyone to take personal responsibility in this particularly epoch-making period. The New Sign of Infinity draws three circles: the central one representing the womb of the Third Paradise."On March 2nd and 3rd 2011, at MAXXI in Rome, the official presentation of the "Third Paradise" project.
Nannini /Pistoletto ""Third Paradise" project"
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Emilio Prini, Gianna Nannini, Alberto BettinettiFOTOCOPIAMI LA VOCE! - Milano
Emilio Prini, Gianna Nannini, Alberto Bettinetti
RAM radioartemobile arbeitet weiter am Projekt der Verbindung zwischen visueller Kunst und Ton.
Am 21. Dezember 2009, und für nur einen Tag im bunKerart, in der Via Bellezza 8 in Mailand, präsentiert RAM die Ausstellung von Gianna Nannini und Emilio Prini.
Die in dieser Ausstellung gezeigten Arbeiten sind Metaphern des Zusammentreffens von Gianna Nannini und Emilio Prini, wobei eine die Musik vertritt und der andere die Welt der visuellen Künste.
Die Toninstallation von Gianna Nannini – in Zusammenarbeit mit Alberto Bettinetti – hat die Stimme zum Thema. Wie Bettinetti erklärt: “Charakteristik der Stimme ist ihr immaterielles Sein.
Immaterialität, die auf das technische Mittel der visuellen Wiederholung stößt. Das ist die Utopie der Stimme, der Kern der Toninstallation: die aufgesplitterte und in ihre siebzehn Töne zerlegte Stimme wird vervielfältigt, wiederholt und wieder ausgestrahlt. Kein Gerät kann wirklich ihr Bild einfangen. Kein Bild kann seinerseits in die einzigartige Stimme von Gianna zurück übertragen werden. In einer paradoxen Beweisführung macht die Stimme das geltend, was die Maschine nicht verwirklichen kann. Und die perfekte Utopie tritt ein.”
Die Stimme kann nicht übertragen werden, ist ein Stück Klang und Existenz aus Zeiten, die sich überschneiden und widersprechen, bis sie zum unvergänglichen Markenzeichen des Tons werden, einer einzigartigen und unwiederholbaren Welle. Dieser Ton mit seiner Klangfarbe und seinem Stil kann nicht nachgeahmt werden und hat eine Identität der Zugehörigkeit zu einem Ort, zu einem Raum, der nicht eingeordnet werden kann. Die Stimme hält die Emotionen eines Volkes in einem Lied fest, aber die nicht sichtbare Stimme enthält die Vision dessen, was Homer in seiner versteckten Oralität in eine Vergangenheit eintaucht und einordnet: jetzt ist einst, die Vergangenheit, die die Unsterblichkeit der Stimme vergisst, hält ihren Strom in der Aufnahme an. (Gianna Nannini)
Ich habe keine Programme, tappe im Blinden, sehe keine Spur von Entstehen in der Kunst (auch nicht in der Tragödie), denn die C.S. ist nicht das Ergebnis der reinen Arbeit des Menschen (ich habe den Stuhl, den Tisch, das Blatt, den Stift mit dem ich schreibe nicht gemacht), ich schaffe nicht, wenn dies möglich ist. (Emilio Prini)
Das Modell, im Vollbesitz der dimensionalen Kräfte, ist vollständig, im globalen Sinn des Begriffes. (Emilio Prini)
Wir danken für das Werk von Emilio Prini: Nicola Bramante und Anna Butticci
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Il Terzo Paradiso/Das dritte Paradies
Il Terzo Paradiso/Das dritte Paradies - MailandMichelangelo Pistoletto, Gianna Nannini
Die in dieser Ausstellung vorgestellte Arbeit entsteht aus der künstlerischen Zusammenarbeit zwischen Gianna Nannini und Michelangelo Pistoletto, wobei eine die Musik vertritt und der andere die Welt der visuellen Künste, eine Verbindung zweier unterschiedlicher Lehren und zweier Ausdrucksformen.
Die Installation umfasst das "Orchestra di stracci", das Lumpenorchester von Michelangelo Pistoletto und die “vokale Skulptur” von Gianna Nannini “Mama”. Die beiden Werke umschlingen, vermischen, umarmen und entfalten sich im Einklang und im Geiste der Gemeinsamkeit. Das Lumpenorchester, das als Prämisse ähnliche Werke findet, die Pistoletto in den sechziger Jahren realisiert hat, zeichnet das neue Unendliche, das Symbol des Dritten Paradieses.
“Das neue Symbol des Unendlichen überkreuzt die Linie zwei Mal und zeichnet drei Kreise. Der mittlere beschreibt einen schwangeren Bauch und ist aus der Verbindung der zwei Kreise, die das alte Symbol bildeten, entstanden. Dieser Bauch repräsentiert die Generation des Dritten Paradieses”. (M. Pistoletto).
Die beiden äußeren Kreise stehen für die Natur und das Werkzeug; zwei entgegengesetzte Pole, die gemeinsam das Dritte Paradies fruchtbar machen. Letzteres ist der Ausdruck des vertretbaren Zusammenlebens zwischen der natürlichen und der künstlichen Sphäre. Der mittlere Kreis ist der mütterliche Schoß einer neuen Denkweise, die die Menschheit überleben lässt.
Das Zentrum des neuen Zeichens des Unendlichen ist der Punkt, durch den ideell die Nabelschnur verläuft, die die vergangenen, die heutigen und die zukünftigen Generationen verbindet.
Entlang den Spiegelflächen aus Aluminium, die den Raum umgeben, läuft die Tonspur von Gianna Nannini, die mit der Stimme als einzigem Instrument eine “vokale Skulptur” geschaffen hat, eine Art räumliche Darstellung von Ton und Stimme, die den Raum selbst eingrenzt, definiert und formt. Die “vokale Skulptur” von Gianna Nannini ermöglicht es dem Besucher, eine emotionale “Full Immersion” in die Stimme zu erleben. Die Wahl des Aluminiums, einem Material, das Michelangelo Pistoletto wollte, um das Konzept des Dritten Paradieses optimal darzustellen, denn es ist hochtechnologisch und gleichzeitig umweltverträglich da unendlich wiederverwendbar, ist Teil der festen Zusammenarbeit zwischen Cittadellarte-Fondazione Pistoletto und dem CiAl, dem Nationalen Konsortium für die Rückgewinnung und Wiederverwertung des Aluminiums.
Das lange Solo der Stimme der Nannini, mit ihrer Klangfarbe reich an Obertönen, verbindet sich mit dem von dampfenden Kesseln erzeugten Klangeffekt aus dem Lumpenorchester. Der Dampf in Kontakt mit dem darüber liegenden Glas kondensiert sich in Wassertropfen, die die Lumpen benetzen und so auch einen Geruchseffekt erzeugen.
Das Dritte Paradies, das im Raum von bunKerart realisiert wurde, ist das Ergebnis einer künstlerischen Zusammenarbeit, die durch die Ästhetik der Verwirklichung zur Überbringerin einer Nachricht von Verantwortungsbewusstsein und Veränderung wird. Die Musik von Gianna Nannini wird zum Kommunikationsmittel, um das im Dritten Paradies von Pistoletto ausgedrückte Konzept in Mythos zu verwandeln.
Wir danken: “CARB I vini della Certosa”; Livio Felluga
"Third Paradise" project
http://www.terzoparadiso.org
Mi Meraviglio Di Me
Mi Meraviglio Di Me (Ich wundere mich über mich selbst) - MailandGetulio Alviani, Gianna Nannini
m Rahmen des Projekts “Form und Klang” präsentiert RAM in Mailand im bunKerart, Getulio Alviani und Gianna Nannini, hervorragende Protagonisten, der eine in der visuellen Kunst, die andere in der Musik, die zusammen: “mi meraviglio di me” realisieren.
Ein neues Zusammentreffen zwischen Getulio Alviani und Gianna Nannini, die sich und uns Fragen stellen zu den von Form und Klang ausgedrückten Maßstäben und Beziehungen, zwischen Materie und Abstraktion, mit subtilen Bedeutungen, sprachlich überraschend ähnlich, da sie klar und wesentlich sind.
Im leeren Raum von bunKerart, in mittlerer Augenhöhe schwebend, legt das Werk von Getulio Alviani “interrelazione speculare, concavo = convesso” (spiegelbildliche Wechselbeziehung, konkav = konvex) mit 6 halbzylinderförmigen Elementen aus spiegelndem Aluminium einen Längsverlauf fest, der ausgeglichen und gleichzeitig gegensätzlich ist, voll und leer, konkav und konvex eben. Die visuelle Struktur nimmt das Licht auf, das durch die Bewegung des Betrachters verwandelt und in immer neuen Bildern kombiniert wird, und so wird auch der Ton erkundet, der in seiner vibrierenden Materialität mit dem Licht die höchste Beziehung findet.
Gianna Nannini, taucht ihrerseits mit der Musik in die Bivalenz des Werkes von Alviani ein und nimmt das dialektische Wesen durch die Überlagerung einer “Doppelstimme” wieder auf. An den Polen des Werkes geben zwei separate Tonquellen einerseits die Aufnahme eines Himba-Gesangs wieder (die Himba sind eine Nomadengruppe aus der nördlichen Region Namibias, an der Grenze zu Angola) und auf der anderen Seite die Stimme der Nannini. Aufgrund der monofonen Ausstrahlung der beiden Sender werden die Stimmen in eine horizontale und zusammenlaufende Richtung ihres Klangs gedrückt, der im Werk von Alviani einen perfekten Kanal der Begegnung und Verstärkung findet.
Die Arbeit von Getulio Alviani, frei von jeder metaphorischen, geschweige denn mystifizierenden Bedeutung, gründet auf den Gegensätzen und Umkehrungen, aber gleichzeitig auch auf den Gleichheiten auf der praktischen und konkreten Ebene des Tuns. Gianna Nannini überträgt diesen Sinn in Musik und erlebt seine Dialektik auf anthropologischer Ebene.
Superficie In Ceramica (Fläche in Keramik)
Superficie In Ceramica (Fläche in Keramik)Carla Accardi, Gianna Nannini
Das eigens für die Ausstellung geschaffene Werk verbindet visuelle Kunst und Ton. Gemeinsames Element der beiden Werke im Rahmen des Projekts Klang und Form ist die Abstraktion, verstanden als formaler Prozess. Carla Accardi gehört zu den wichtigsten Vertreterinnen der abstrakten Kunst in Italien. Seit der Zeit des Manifestes “Forma 1“ (1947) bis heute ist in ihrer Arbeit die ständig Suche nach Innovation zu finden, wodurch sie zu einer der bedeutendsten Vertreterinnen der italienischen Kunst in der Welt wurde.
Die als Spiegel der objektiven Realität verstandene Kunst wurde von ihr immer strikt abgelehnt. “In der Kunst existiert nur die traditionelle und erfinderische Realität der reinen Form. Das Gemälde, die Skulptur stellen als Ausdrucksformen die plastischen Massen dar, deren Zweck die Harmonie reiner Formen ist”. Die horizontale Ebene des traditionell von den Künstlern des amerikanischen Action Paintings erforschten Fußbodens wird heute zum Ort der Zeichen mit der Arbeit “Superficie in ceramica” (Fläche in Keramik). Gianna Nannini hat ihre Karriere mit der gleichen Entschlossenheit zurückgelegt und dabei immer neue Ausdrucksformen und Klangwirkungen ausprobiert, wodurch sie zur Ikone der italienischen Rockmusik wurde. “Passi di Passaggio” betont einen konstanten, fast schon obsessiven Rhythmus und verleiht damit dem Ton eine abstrakte Vision.
Dieser Ton vibriert auf der horizontalen Fläche und erzeugt automatische einen doppelten weiblichen Dialog zwischen Klang und Bild.
Zusammen mit der von RAM im bunKerart realisierten Ausstellung findet eine persönliche Exposition von Carla Accardi in der Galleria Seno in Mailand statt, in der die Künstlerin für diese Gelegenheit realisierte Gemälde ausstellt.
“Superficie In Ceramica“ mit Tonverarbeitung von Gianna Nannini "Passi di Passaggio" - Mailand, Bunkerart – 22. Oktober 2007 – 22. Dezember 2007
"Superficie In Ceramica“ - Moskau, Moscow Museum of Modern Art, 25 – 04. September 2008 – 28. September 2008
Carla Accardi: "Nuovi Dipinti E Superficie In Ceramica“ mit Tonverarbeitung von Gianna Nannini "Passi di Passaggio" - Sala Luis Miró Quesada Graland, Lima (Peru), 25. April 2009 – 17. Mai 2009
Carla Accardi: "Nuovi Dipinti E Superficie In Ceramica“ mit Tonverarbeitung von Gianna Nannini "Passi di Passaggio" - Istituto Italiano di Cultura e dell'Ambasciata d'Italia in Buenos Aires, 10. Februar 2010 – 28. Februar 2010
Carla Accardi Pasos De Pasaje – Mit Tonverarbeitung von Gianna Nannini, Istituto Italiano di Cultura di Cordova,Av. Poeta Lugones 411. 03. Juni 2010 – 14. Juli 2010



